37°C

Bildauschnitt eines FieberthermometersOb Mann oder Frau, groß oder klein, dick oder dünn, blass oder dunkel: Die Körpertemperatur ist bei allen Menschen gleich. Geringe Abweichungen von diesem Optimum, bei dem der ganze Organismus am besten funktioniert, gibt es nur bei Krankheiten oder wenn der Körper durch äußere Umstände wie Sport, extreme Hitze oder Kälte beeinflusst wird.

Ohne Wärme kann der Mensch nicht leben. Das fängt bereits bei der Zeugung an, indem der Körper seine Temperatur um 0,5 Grad erhöht, um eine Eizelle befruchtungsfähig zu machen. Ist der neue Erdenbewohner erst einmal geboren, benötigt er vor allem eins: menschliche Nähe. Also die Geborgenheit, die er fühlt, wenn ihn Mama und Papa in den Arm nehmen. Schon Neugeborene kuscheln sich an und scheinen auf den Herzschlag ihrer Eltern zu lauschen. Fehlt diese menschliche Wärme, kann der Säugling sogar sterben.

Körperwärme als Energiequelle

Einen vollkommen anderen Nutzen erfüllt die Körpertemperatur derzeit für die Wissenschaft. Die Forschung untersucht verstärkt, wie sich die 37 Grad als Energiequelle einsetzen lassen. Zum Beispiel in Schweden: Dort soll ab 2010 mit der Körperwärme der Pendler, die täglich den Stockholmer Hauptbahnhof passieren, ein Bürogebäude geheizt werden. Und zwar, indem die Abwärme der Passanten Wasser anwärmt, das durch Rohre zu dem geplanten Bürokomplex geleitet wird.