Der perfekte Trainingsmix

Schildkröte steht für Ausdauer, Faultier für Kraft, Regenwurm für Beweglichkeit und Hahn für Schnelligkeit

„Öfter mal fremdgehen“ heißt die Devise im Sport. Mehrmals die Woche immer nur Joggen, Radfahren oder Krafttraining, das ist grundsätzlich gut und zeugt von erheblicher Disziplin. Auf ein zu einseitiges Training kann der Körper aber auch mit Überlastungsschäden reagieren. Folge: Das Verletzungsrisiko nimmt zu. Wer am allerliebsten Fußball spielt, sollte das weiterhin tun, aber zum Ausgleich Trainingseinheiten für die Oberkörpermuskulatur einplanen. Das Wort „Ausgleichssport“ wird hier in seiner doppelten Bedeutung nachvollziehbar: Zum einen ist der Ausgleichssport die wichtige Abwechslung zum Arbeitsalltag, zum anderen bewahrt er Sie als zusätzlich betriebene Sportart vor zu einseitigen Belastungen und garantiert eine optimale allgemeine Fitness.

Motorische Grundeigenschaften

Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit sind die konditionellen motorischen Grundeigenschaften. Jede Sportart hat ihre individuellen Anforderungen: Kraft wird besonders gebraucht bei der Arbeit mit Gewichten; die qualitative und quantitative Optimierung der Muskelkraft steht im Vordergrund. Ausdauersportarten wie Joggen oder Radfahren machen den Körper widerstandsfähig bei lang anhaltenden Belastungen. Schnelligkeit ist erforderlich im Sprint, aber auch als Schnellkraft im Hochsprung oder bei Sportspielen wie Handball und Basketball. Turnen, Akrobatik und auch Kampfsportarten wie Karate wiederum stellen hohe Anforderungen an die Beweglichkeit der Gelenke und die Dehnfähigkeit von Bändern und Sehnen. Die Fähigkeit zur Koordination sorgt für ein optimales Zusammenspiel dieser motorischen Kräfte, denn sie werden nie ausschließlich beansprucht. Alle vier Fähigkeiten lassen sich trainieren, die größte Bedeutung für das persönliche Fitnessprofil aber haben Kraft und Ausdauer. Schnelligkeit ist zum großen Teil Veranlagung, nicht jeder ist zum Sprinter geboren. Ebenso wird auch Beweglichkeit oft nur im Rahmen der jeweiligen Sportart trainiert, beim Laufen z. B. kann eine zu große Beweglichkeit der Fußgelenke zum Umknicken führen und ist daher gar nicht wünschenswert.

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