Hormone – Den kleinen Antreibern auf der Spur
Wie körpereigene Hormone unseren Organismus regulieren
Man kennt Hormone auch unter der Bezeichnung „Botenstoffe“. Das Wort „Hormon“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „antreiben“. Die an verschiedenen Orten in Ihrem Körper produzierten Hormone treiben in der Tat an – und steuern Ihren Wach-/ Schlafrhythmus ebenso wie Ihre Sexualität, regeln das Schmerzempfinden sowie Wachstum und Absterben von Zellen und auch den Blutzuckerspiegel, sind mitverantwortlich für gesunde Knochen und für das Funktionieren des komplexen Systems „menschlicher Organismus“ von entscheidender Bedeutung.
Jeder Mensch ist eine kleine Hormonfabrik
Im Wesentlichen unterscheidet man drei Hauptproduktionsorte für körpereigene Hormone: spezialisierte Hormondrüsen, bestimmte Neuronen im zentralen Nervensystem sowie Gewebe mit hormonbildenden Zellen. Unter Nichtmedizinern sind neben Hoden und Eierstöcken als Erzeugern von Sexualhormonen vor allem die Hypophyse, die Zirbeldrüse, die Schilddrüse, die Nebenniere sowie Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse als Produktionsstandorte bekannt. Doch im Prinzip sind jedes innere Organ und auch die Haut am hormonellen Geschehen beteiligt. Innerhalb dieses hormonellen Geschehens gibt es zahlreiche Wechselwirkungen und Rückkopplungen. Auch bleibt der Hormonausstoß nicht ein Leben lang unverändert. Mit zunehmendem Alter wird die Produktion zurückgefahren. Das macht sich auf körperlicher Ebene bemerkbar, wenn etwa bei Frauen die Wechseljahresbeschwerden einsetzen oder wenn der ebenfalls hormongesteuerte Prozess der Einlagerung von Calcium in das Knochengewebe zum Erliegen kommt und die Knochen an Stabilität verlieren. In manchen Fällen wird dann eine Hormonersatztherapie durchgeführt, die jedoch – auch bei den heute vielfach angewandten Hormonersatzstoffen pflanzlichen Ursprungs – Nebenwirkungen haben kann. Die Zufuhr künstlicher Hormone kann bekanntlich auch zur Empfängnisverhütung dienen, ist aber ebenfalls mit dem Risiko von Nebenwirkungen verbunden.
Lesetipps:
- Vivienne Parry: Der Tanz der Hormone: Warum wir weinerlich, glücklich, ängstlich oder einfach unausstehlich sind, EUR 19,90
- Marco Rauland: Feuerwerk der Hormone - Warum Liebe blind macht und Schmerzen weh tun müssen, EUR 19,80
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