Die große Unzufriedenheit – Jobfrust in der Lebensmitte
Wie sollte man damit umgehen? Fast jeden zweiten Deutschen erwischt es. Und meist passiert es gegen Ende des fünften Lebensjahrzehnts oder kurz danach, also in den Jahren um den 50. Geburtstag. Man wacht eines Morgens auf und er ist da: der große Jobfrust. Er ist da und lässt sich auch nicht mehr beiseite schieben. Wenn Sie dieses Gefühl von sich selbst oder anderen kennen, wissen Sie, dass die Lage ernst ist. Der große Jobfrust kann sich wie ein Schatten über das ganze Leben legen und Betroffenen jede Lebensfreude rauben und auch andere Menschen in Mitleidenschaft ziehen. Frust ist nämlich ansteckend.
Das Phänomen "Unzufriedenheit" in der Lebensmitte
Unzufrieden mit sich und seinem Leben zu sein ist zunächst nichts Schlimmes. Im Gegenteil: Unzufriedenheit kann zu Veränderungen motivieren und ist so betrachtet eine Art Motor, der Ihr Leben in Bewegung hält. Doch gibt es Lebensphasen, in denen Unzufriedenheit eher bremst als motiviert. Besonders schwer kann die Selbstmotivation in der Lebensmitte fallen. Woran liegt das? Als Mensch mit Anfang oder Mitte 50 haben Sie im Leben einen bestimmten Status erreicht, beispielsweise in der Partnerschaft, durch Familiengründung, durch einen verantwortungsvollen Job und einen mehr oder weniger bescheidenen Wohlstand, der Ihnen Urlaubsreisen und anderen Komfort erlaubt. Was wollen Sie eigentlich mehr? Genau das ist ein Teil des Problems: Man hat alles erreicht – und nun fehlen die Ziele. Jetzt bleibt als Perspektive nur das Älterwerden, Tag für Tag, Jahr für Jahr – die Abwicklung der eigenen Existenz.

