Ab jetzt läuft alles besser!
Warum Ausdauersport nicht nur dem Körper gut tut
Dass Laufen das allgemeine Wohlbefinden fördern kann, ist lange bekannt. Seit den 1980er Jahren sind Lauftreffs allerorten wie Pilze aus dem Boden geschossen. Inzwischen geht man in Deutschland davon aus, dass ca. 17 Millionen Menschen mehr oder weniger regelmäßig laufen. Trotzdem ist das Laufen als sportliche Betätigung kein neuzeitliches Modephänomen. Schon die Pharaonen bewiesen ihre Leistungskraft im Langlauf. Und kultische Läufe kennen wir aus vielen Kulturen. Erst mit Entstehung der modernen Industriegesellschaft ist das Laufen aus dem Alltag der Menschen mehr und mehr verdrängt worden. Heute ist Laufen für die meisten ein wohltuender Ausgleich für den oft bewegungsarmen Alltag.
Positive Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen mittlerweile die vielfältigen positiven Auswirkungen von Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren auf die körperliche und seelische Gesundheit:
- Herz-Kreislauf-System
Das Herzvolumen wird vergrößert, der Blutdruck reguliert und der Ruhepuls gesenkt. Die Durchblutung wird verbessert und die Elastizität der Gefäße gesteigert. - Immunsystem
Durch die Ankurbelung des Stoffwechsels wird das Immunsystem gestärkt. Achtung: Das richtige Maß ist entscheidend. Zu intensives Training kann wiederum die Abwehrkräfte schwächen. - Gewichtsreduktion
Der stimulierte Stoffwechsel sorgt für schnellere Verbrennung von Kalorien. Achtung: Wem es in erster Linie ums Abnehmen geht, der sollte lieber langsamer und dafür länger laufen. Beim langsamen Laufen ist der Anteil der Fettverbrennung am höchsten. - Schutz vor Krebserkrankungen
Mittlerweile konnte in vielen Studien ein Zusammenhang zwischen regelmäßigem, moderatem Ausdauersport und einem verbesserten Schutz vor Krebserkrankungen hergestellt werden. Vor allem für Brust-, Darm- und Prostatakrebs liegen Untersuchungen vor, die die schützende Wirkung belegen. - Seelische Gesundheit
Depressionen, Ängste und Stressbeschwerden lassen sich durch das Laufen günstig beeinflussen. Der Schlaf wird nachweislich besser und auch Denkleistung und Kreativität steigen an. Durch die Vermittlung eines positiven Körperbewusstseins steigt auch das Selbstbewusstsein.
Zum Weiterlesen!
Prof. Dr. Ulrich Bartmann,
Laufen und Joggen für die Psyche. Ein Weg zur seelischen Ausgeglichenheit,
dgvt-Verlag, 4. Aufl. 2005.
11,00 €
Prof. Dr. Alexander Weber,
Hilf Dir selbst: Laufe! Das Paderborner Modell der Lauftherapie und andere Modelle des Laufens,
Junfermann 1999, z. Zt. vergriffen,
ggf. über www.zvab.com antiquarisch zu besorgen

