Achtung, Vitaminbombe!

Warum hoch dosierte Vitamin- und Mineralstoffgaben mehr Schaden anrichten können als Nutzen stiften

Sonnenlichtdurchflutete Orangenscheibe mit einem WassertropfenFrühstück kann ganz schön vielseitig sein: Vollkornbrot, Brötchen, Butter, Käse, Eier, Wurst, Müsli, frisches Obst, Joghurt, Marmelade, Honig, Milch, Kaffee, Tee, Orangensaft und – in etwa jedem zweiten deutschen Haushalt – künstliche Vitamine und Mineralstoffe. Mehr als eine Milliarde Euro jährlich geben wir für Nahrungsergänzungsmittel aus. Da gibt es neben Brausetabletten (Vitamin C oder Multivitaminpräparate, Calcium oder Magnesium) etliche spezialisierte Mittel, die – beileibe nicht nur zum Frühstück – in fast allen Lebenslagen als hilfreich angesehen werden.

Vitamine und Mineralstoffe: Bedarf und Formen

Unbestritten ist, dass der Körper Vitamine und Mineralstoffe braucht, um lebenswichtige Funktionen aufrecht zu erhalten. Er kann diese aber nicht oder nur in unzureichender Menge selbst herstellen, daher müssen sie dem Körper ständig zugeführt werden. Nur in welcher Form und in welcher Menge? Der individuelle Vitaminbedarf ist nach Alter und Lebensumständen von Mensch zu Mensch verschieden. Aufgeschnittene Kiwi im spritzenden WasserTrotzdem gibt es Empfehlungen für den Tagesbedarf: Zu einem Mittelwert wird ein Sicherheitszuschlag von 20-30 % hinzugerechnet, so ist der Bedarf in jedem Fall gedeckt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt beispielsweise für Erwachsene einen Tagesbedarf von 75-100 mg Vitamin C. Muss ich jetzt jeden Tag eine Kiwi (ca. 100 mg Vitamin C) essen oder trinke ich lieber eine Vitamin-C-Brause-Tablette? Gibt es da überhaupt einen Unterschied? Die meisten vitaminhaltigen Nahrungsergänzungsmittel stammen aus dem Labor, sie werden aus Rohöl oder Kohle gewonnen. Auch Mikroorganismen wie Bakterien, Hefepilze oder Algen können Vitamine bilden, diese geben sie an eine Nährlösung ab, aus der die Vitamine isoliert werden. Es gibt aber auch natürliche Alternativen, z.B. Acerolaprodukte. Hierfür werden die Vitamin-C-haltigen Acerolakirschen gepresst, dann wird der Saft filtriert, das Vitamin C isoliert und das Ganze getrocknet. Andere natürlich gewonnene Nahrungsergänzungsmittel sind z.B. Produkte aus Kieselerde oder Meeresalgen. Doch halten diese synthetisch hergestellten bzw. mit großem technischen Aufwand extrahierten Mittel überhaupt, was sie versprechen?

Arztsuche online

Bild zeigt Auschnitt eines Frauengesichts

Auf der Suche nach dem richtigen Spezialisten für Ihr Anliegen? Hier finden Sie die medizinische Kompetenz in Ihrer Nähe...

Mehr

Klinikfinder

Ärztin in der Klinik

Der BKK Klinik-Finder hilft Ihnen, ein Krankenhaus nach Ihren Wünschen zu finden!

Mehr

Lebenshilfe online

Schriftzug: BKK Lebenshilfe online

Hilfe auf einen Klick für schwierige Lebens- situationen..

Mehr

Gesunde Küche

Frau mit einem frischen Salat

Lassen Sie sich von leckeren Rezepten inspirieren, jede Woche neu!

Mehr