Brecher im Anrollen. Was hilft gegen Seekrankheit?

Ob man anfällig für sie ist, erfährt man zumeist erst dann, wenn es zu spät ist und man sich bereits auf hoher See befindet. Seekrankheit, wissenschaftlich Kinetose, wird in letzter Konsequenz durch Schaukel-, Schlinger- und Rollbewegungen des Schiffes ausgelöst. Ob das Schiff klein ist oder groß, ob Wind und Seegang nur mäßig oder sehr ausgeprägt sind - all das spielt keine Rolle. Ein entsprechend veranlagter Mensch kann sogar auf einem fest im Hafen vertäuten und nur sanft in kleinen und kleinsten Wellen sich wiegendem Schiff von der Seekrankheit gepackt werden.

Allgemeine Verhaltensregeln

Wenn Sie anfällig für Seekrankheit sind, aber dennoch gern eine Seereise unternehmen möchten, fangen Sie mit kurzen Touren bzw. Tagesausflügen an. So finden Sie bald heraus, auf welche Maßnahmen Ihr Körper am besten anspricht. Dann steht auch einer Weltreise mit dem Schiff irgendwann nichts mehr im Weg.

Ob Spezialkaugummi, Globuli, Coca Cola, Ingwer oder Akupressur: In Jahrtausenden menschlicher Seefahrtgeschichte wurden viele Mittel und Methoden gegen die Seekrankheit entwickelt. Als besonders wirksam gelten auch die folgenden einfachen Verhaltensregeln:

  • Halten Sie sich an der frischen Luft auf, wo Sie den Bewegungen des Schiffes folgen und einen festen Punkt am Horizont fixieren können.
  • Wenn Sie sich unter Deck aufhalten, schließen Sie die Augen und minimieren Sie Ihre Kopfbewegungen.

  • Verzichten Sie auf schwere Speisen und auf Alkohol und Nikotin.

  • Beschäftigen Sie den Magen mit kleinen Mengen Zwieback, trockenem Weißbrot oder leichten Keksen. Bereits die Kaubewegungen helfen, die Überreaktion des Magens zu lindern.

  • Beschäftigung an Deck lenkt ab.

  • Ruhiges, bewusstes Atmen kann aufkommendes Unwohlsein vertreiben.